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Big Data, huge benefits: So machen Sie sich Info‘s zu Nutze!

Big Data und Content Marketing Fakten

BIG DATA. BIG CONFUSION. Die schöne, neue Welt der Nullen und Einsen ist ein Traum für jeden Marketeer und jeden Werber. Und ein Albtraum. Denn die digitale Datenflut bietet Möglichkeiten, von denen früher niemand geträumt hätte. Diese muss man allerdings zu nutzen wissen. Wir verraten Ihnen wie:

Dank Facebook und Google kann jeder seinen Kunden nicht nur näherkommen, er kann in ihr Innerstes sehen. Wo also sind heutzutage Probleme, wenn es darum geht, seinen Kunden näherzukommen? Sie bestehen – schlicht gesagt – in der unendlichen Vielzahl der Möglichkeiten. Denn der Weg durch das Datendickicht ist nur noch mithilfe hoch spezialisierter „Scouts“ möglich. Ein wunderbares Betätigungsfeld für Fachleute aller Couleur, die Buzzwords gegen Bargeld tauschen. Deshalb ein Tipp: Ruhig öfter mal den guten alten Menschenverstand einsetzen, bevor man sich in die Hände der Experten begibt. Aber grundsätzlich gilt: Es ist klug, die verfügbaren Daten der eigenen Kunden sinnvoll zu nutzen.

GIBT ES EINE WELT JENSEITS VON GOOGLE?

Das beste Rezept zur Annäherung an Menschen ist noch immer der direkte Kontakt. Aber die Sache hat einen großen Haken. Wie sagte doch der Meister zu seinem Lehrling: „Junge, du musst den Arsch hochkriegen.“ Nicht immer sind die faktischen Zielgruppen identisch mit denjenigen der Marketeers oder der Kommunikationsfachleute. Das bedeutet: Es ist Einfühlungsvermögen gefragt. Das wiederum ist leicht gesagt, aber schwierig zu bewerkstelligen. Ein Trick unter uns: das gute, alte Rollenspiel. Wer eine Zeit lang in die Haut seiner Zielgruppe schlüpft, kommt ihr zwangsläufig näher. Man geht an die gleichen Orte, auf die gleichen Veranstaltungen, in die gleichen Geschäfte, man stellt die gleichen Fragen, man gibt die gleichen Antworten. Und plötzlich ist der Kunde nicht mehr das unbekannte, sondern das bekannte, verstandene Wesen.

UNTEN IST DAS NEUE OBEN?

Früher war das Leben einfach: Da wurde von Oben nach Unten regiert. Der Hersteller fertigte ein Produkt an und dieses wurde dann irgendwie an den Mann gebracht. Der Kunde als notwendiges Übel. Aber die Zeiten haben sich verändert. Mehr und mehr wurde der Kunde als zentrale Größe fast aller unternehmerischen Entscheidungen entdeckt. Die Abläufe wurden umgekehrt. Der Kunde regierte plötzlich. Was richtig ist, solange dieses Prinzip nicht parodiert ist. Soll heißen: Bei aller Wichtigkeit des Kunden gibt es nach wie vor Bereiche und Situationen, in denen Visionen gefragt sind. Jobs und Zuckerberg lassen grüßen.

Entscheidend für das Funktionieren einer systematischen Pflege der Kundenbeziehung ist die Motivation, die dahintersteht. Consumer Centrism ist schick. Was zur Folge hat, dass sich viele Unternehmen eine kundenorientierte Haltung auf die Fahne schreiben, der es aber an substanzieller Grundlage fehlt. Eine riskante Strategie. Denn gerade die sozialen Medien sind nicht beliebig steuerbar. Lügen werden schnell als solche entlarvt. Und oft machen sich Unternehmen die Risiken der veröffentlichten Kundenmeinung erst dann klar, wenn der erste Shitstorm über sie hereingebrochen ist. Kurz: Die sozialen Medien fordern systematische Pflege und vor allem Rundum-die-Uhr-Betreuung und Aktualisierung. Was automatisch zur Folge hat, dass das Internet nicht ganz so kostenlos bzw. kostengünstig ist, wie das oft den Anschein hat. Es will gepflegt sein und erfordert eine ehrliche Haltung.

 

QUICKIES TAUGEN NICHT FÜR SOLIDE BEZIEHUNGEN.

Wichtig für die Qualität des Beziehungsmanagements ist die Langfristigkeit. Es ist eine gesicherte Tatsache, dass die Gewinnung von Neukunden mehrfach teurer ist, als die Pflege bestehender Beziehungen. Daraus ergibt sich, dass neben den aktuellen Zielen von Maßnahmen immer der Kontext des Langfristigen gesehen werden sollte. Es geht nicht darum, den Kunden einmalig zu akquirieren, sondern eine verlässliche Partnerschaft aufzubauen. So funktioniert das mit dem Fokus auf den Kunden. Es muss bis ins Detail gelebt werden, wenn es nicht nur als smarte Strategie wahrgenommen werden soll. Der Kunde ist nicht so unwissend, wie oft vermutet wird.

DONNA E MOBILE.

Auch Kunden sind wechselhaft. Das war nie anders, aber das gilt heute mehr denn je. Entsprechend schwer ist es, eine scharfe Momentaufnahme des Kunden zu bekommen. Deshalb sollte niemand die Erwartung haben, irgendwann sagen zu können: „So, jetzt wissen wir genau, wie unser Kunde tickt.“ Notwendig ist dagegen ein permanentes Begleiten und Beobachten der Zielgruppe, die sich täglich ändern kann. Das erfordert einen hohen personellen und damit auch finanziellen Aufwand.

PERFEKT ANVISIERT. KUNDE TOT.

Die wunderschöne, neue Welt der Werbung hat ein wunderschönes, neues Instrument: Targeting. Das sind die kleinen Dinger, die aus dem Nichts auftauchen, wenn man im Internet nachschaut, wie man die frisch gekaufte Yucca-Palme am besten pflegt. Plopp: „10 Paar Baumwoll-Socken für nur 9,99.“ Wie, wo, was? Woher weiß der Gärtner meines Vertrauens, dass meine Socken alle Löcher haben? Keine Angst. Das ist nur Targeting, das geniale Instrument, das kein normaler Mensch mag, aber alle Media-Strategen wie das Kaninchen aus dem Zylinder zaubern. Zu guter Letzt darf man also eines nicht vergessen: Der gute, alte Menschenverstand ist noch immer gefragt, wenn es um die Beurteilung der vielen neuen Medien geht.

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